Hauszeitung KurT´s

Unser Hausmagazin heißt KurT's!

Der Name erinnert an den Gründer der Seniorenresidenzen in Hennef und in Ruppichterroth: Kurt Brähmer.

KurT’s ist gleichzeitig auch eine Wortschöpfung, die die Namen der beiden Häuser Kurhaus am Park und Haus Tusculum zusammenfasst. Das Magazin KurT’s berichtet aktuell und interessant über das „Leben in 4 Häusern“, also den Alltag im Kurhaus am Park, Haus Tusculum, Wohnen am Kurhaus und über unserer jüngstes Projekt: Wohnen am Markt.

KurT's schreibt außerdem über verschiedene Aspekte des „Wohlfühlens“, bringt regelmäßig kleine Reise-Reportagen und recherchiert „Termine & mehr“. Die Mitarbeit in der KurT's-Redaktion ist ausdrücklich erwünscht. KurT’s erscheint im zweimonatigen Rhythmus & ist kostenlos.

Die aktuellen Ausgaben zum Download gibt es rechts. 

Topthema August/September 2018: Ein Labyrinth für den Kurpark

„Jeder kostbare Weg besteht aus vielen Wendungen und vielen Schritten“

Die 69-jährige Sigrid Klein ist ein sehr gläubiger und meditativer Mensch. Das Thema Labyrinth beschäftigt sie schon von Kind an und besonders das Labyrinth aus der Kathedrale im französischen Chartres hat es ihr angetan. Vor drei Jahren erfüllte sie sich einen großen Wunsch und reiste mit ihrer Tochter nach Chartres. Dort die Wege des Labyrinths zu gehen, war für sie überwältigend. In der Mitte angekommen, empfand sie es wie eine Erleuchtung. Sie wollte vielen Menschen diese Möglichkeit der tief geistlichen Gedanken und Empfindungen, die sie bei jedem Schritt durch dieses Labyrinth empfunden hat, auch bieten.

Im christlichen Kontext lässt sich das Symbol des Labyrinthes als Weg zur Einkehr deuten, auf dem der Mensch sein Leben bedenken kann. Wer sich selbst, den Sinn des Lebens und Gott erfahren will, der muss auch bereit sein, diesen Weg mit all seinen Kehren und seiner ihm nicht bekannten Länge zu beschreiten. Die vielen Bögen und Wendungen lassen sich als Spiegel der eigenen Lebenswendungen verstehen. In der christlichen Darstellung des Labyrinthes, wie es besonders in der Gotik zum Ausdruck kam, steht das Kreuz im Mittelpunkt und durchzieht alles. So wird der Weg vom Kreuz überall berührt und getragen.

Derjenige, welcher es bis zur Mitte des Labyrinths schafft, muss dort seine Richtung ändern. Auf diese Weise stellt das Labyrinth ein Bild für die Grundhoffnung des Christentums dar: Derjenige, welcher bereit ist und nicht aufgibt, darf in seinem verschlungenen Leben umkehren, neu beginnen und schließlich auferstehen.

Ein Labyrinth ist somit kein Irrgarten, sondern ein Weg, der (manchmal auf Umwegen) zum Ziel führt. Für Sigrid Klein ist es das Ziel, zu sich selbst zu finden, zu ihrer eigenen Mitte.

Sie möchte mit ihrem Labyrinth im Kurpark allen Generationen zeigen, wie man Schritt für Schritt zu sich und zum Glauben in seinem eigenen Leben finden kann. Es wird geführte Wege geben, die auch mit dem Rollstuhl oder dem Rollator ganz leicht zu befahren sind. Eine Fläche nahe der Boulebahn wurde von der Stadt Hennef zur Verfügung gestellt.

Der evangelische Pfarrer Niko Herzner war von dieser Idee genauso begeistert wie Sigrid Klein selbst. Gemeinsam wurde das „Petite Chartre“ entworfen. Nun soll es umgesetzt werden. Mit dem Steinmetz Markus Weisheit hat sie einen Stein erarbeitet, der später in der Mitte des Labyrinths seinen Platz finden wird. Manch einer von Ihnen hat den Stein sicher schon gesehen, da er in den vergangenen Wochen im Rahmen einer Ausstellung im Hennefer Rathaus zu sehen war.

Diese Ausstellung wird vom 1. August bis zum 2. November 2018 auch in der Parkgalerie des Kurhaus am Park zu sehen sein. Die Vernissage findet am Sonntag, dem 12. August 2018 um 15.30 Uhr in der Parkgalerie statt und Sigrid Klein wird Ihnen das Thema gerne persönlich näher bringen.

Eigentlich hatte Sigrid Klein sich gewünscht, das Labyrinth bis zu ihrem 70. Geburtstag im Juni fertigzustellen. Doch bei der Umsetzung ist sie auf die Unterstützung der Bürger angewiesen.

Das Umweltamt wird später die Verantwortung für das Labyrinth übernehmen. Doch die Errichtung wird alleine durch Spenden möglich. Hier entsteht ein Ort der Besinnung, der Ruhe, aber auch des gemeinsamen Austausches von Menschen für Menschen.

Wenn auch Sie das Projekt gerne unterstützen möchten, freut sich Sigrid Klein über eine Spende auf das Gemeindekonto der Evangelischen Kirchengemeinde Hennef, IBAN DE 17 3705 0299 0000 2001 21, unter dem Stichwort: „Labyrinth Kurpark“, denn dann können wir alle diesen besonderen Ort gemeinsam erleben.

Wenn man mit Sigrid Klein spricht, spürt man, wie sehr es ihr Herzenswunsch ist, diese Gefühle, die sie selbst beim Durchgehen im Labyrinth von Chartre erlebt hat, anderen Menschen zugänglich zu machen. Gerade heute in unserer hektischen, schnelllebigen Zeit, kann man hier sich selbst und anderen begegnen. Ob gemeinsam oder alleine, sich miteinander austauschend oder ganz still, ob alt ob jung — hier hat jeder seinen eigenen Schritt, aber ein gleiches Ziel: Ankommen — sich finden — Kraftschöpfen.  Ganze Ausgabe lesen...

Laura Orth, Kurhaus am Park