Hauszeitung KurT´s

Unser Hausmagazin heißt KurT's!

Der Name erinnert an den Gründer der Seniorenresidenzen in Hennef und in Ruppichterroth: Kurt Brähmer.

KurT’s ist gleichzeitig auch eine Wortschöpfung, die die Namen der beiden Häuser Kurhaus am Park und Haus Tusculum zusammenfasst. Das Magazin KurT’s berichtet aktuell und interessant über das „Leben in 4 Häusern“, also den Alltag im Kurhaus am Park, Haus Tusculum, Wohnen am Kurhaus und über unserer jüngstes Projekt: Wohnen am Markt.

KurT's schreibt außerdem über verschiedene Aspekte des „Wohlfühlens“, bringt regelmäßig kleine Reise-Reportagen und recherchiert „Termine & mehr“. Die Mitarbeit in der KurT's-Redaktion ist ausdrücklich erwünscht. KurT’s erscheint im zweimonatigen Rhythmus & ist kostenlos.

Die aktuellen Ausgaben zum Download gibt es rechts. 

Topthema Dezember 2018 / Januar 2019: Wild und Wald um Haus Tusculum

Das Haus Tusculum ist idyllisch gelegen am Waldrand mit Blick in die Natur. Dort wo Wald und Feld ist, lebt auch unser heimisches Wild.

So sehen wir Mitarbeiter und Bewohner in der Morgen- und Abenddämmerung die Rehe mit ihren Kitzen auf unserer Streuobstwiese stehen. Das ist der Reiz unseres Standortes. Wir spüren tagtäglich die Wirkung und Präsenz der „wilden“ Natur um uns herum. Da ist der Wald aus dem Fenster zu sehen, Wiesen, Felder grenzen an, wir liegen am Ende einer kleinen Dorfstraße.

Wo es Wildvorkommen gibt, gibt es natürlich auch die Jagd. Sie ist ein unerlässliches Element, um den Wildbestand gesund zu erhalten und die Forst- und Landwirtschaft nach besten Möglichkeiten vor Wildschäden zu schützen.

Ich bin im Haus Tusculum stellvertretende Pflegedienstleitung und jage seit zwei Jahren in dem Revier um das Seniorenheim. Für mich ist die Jagd eine Lebenseinstellung, kein Hobby. Ich bin in der Großstadt aufgewachsen, es zog mich immer auf das Land. Nach dem Umzug in diese Gegend hier veränderte sich schnell die Einstellung zur Natur und ihren Lebewesen. So machte ich vor fünf Jahren den Jagdschein.

Bei der Jagd steht nicht das Schießen im Vordergrund, wie vielleicht oft die geläufige Meinung ist. Sicherlich gehört dies dazu, aber es macht nur einen geringen Teil der Arbeit aus.

Im Frühjahr werden zum Beispiel vor der ersten Mahd die Wiesen von den Jägern nach Rehkitzen abgesucht, um diese vor dem Mähwerk der Landwirte zu schützen. Rehe sind „Ablegetypen“. Das bedeutet, dass sie nach der Geburt von der Mutter in die Wiesen gelegt werden und dort verweilen, bis sie wiederkommt. Das Kitz würde vor dem Mähwerk nicht flüchten. Bei diesen Aktionen wird jeder Mensch gebraucht, um die riesigen Flächen wirklich gründlich abzusuchen. So wird auch die gesamte Familie mobilisiert um zu helfen. Und es ist wirklich schön, wenn der Nachwuchs tatsächlich ein Kitz findet. Dieses wird dann mit Handschuhen und Gras an den Waldrand getragen, wo es liegen bleibt und von der Ricke wiedergefunden wird.

Auf dem einen oder anderen Spaziergang in der Mittagspause im angrenzenden Wald bleiben auch die Spuren der Wildschweine nicht unentdeckt. Hier gilt es unter anderem, direkt nach Schäden am gegenüberliegenden Maisfeld zu schauen. Die Informationen werden dann an die anderen Jäger im Revier weiter gegeben. Insgesamt sind wir neun Jäger und im Laufe der Zeit zu einer tollen Gemeinschaft gewachsen. So werden gemeinsam anfallende Revierarbeiten erledigt und Hochsitze gebaut. Auch gemeinsame Abende am Lagerfeuer kommen nicht zu kurz. Es sind neben der tollen Gemeinschaft auch Freundschaften gewachsen.

Dafür möchte ich an dieser Stelle mein ganz besonderes Dankeschön an den Jagdherrn aussprechen, der uns dies alles möglich macht!

Wie bereits erwähnt, steht das Schießen nicht im Vordergrund, aber es gehört nun mal dazu. Auf den Ansitzen sieht man neben Reh und Wildschwein auch Fuchs, Dachs, Marder und Waschbär direkt hinter dem Haus Tusculum.

Viele Stunden des Ansitzens vergehen, viel Wild kann man beobachten, bis dann alles passt und ein Schuss fallen kann. Ist das Wild geschossen, muss dieses geborgen und versorgt werden, um dann nach ein paar Tagen in der Kühlkammer küchenfertig gemacht zu werden. Ein Vorgang, der viel Arbeit bedeutet. Um so wertvoller ist dieses so gewonnene Fleisch. Nicht nur, dass die Tiere in Freiheit leben konnten, keinem stressigem Transport zum Schlachthof ausgeliefert werden mussten, keine Medikamente oder wachstumsförderndes Futter erhielten! Sie starben stressfrei durch das Handeln des Jägers und für sie völlig unerwartet. Die Ehrfurcht vor dem Geschöpf und die viele Zeit und Arbeit, die dann in dem Sonntagsbraten steckt, .... mehr lesen

Sandra Bauer-Messner
Haus Tusculum