Zum Hauptinhalt springen

Artikel

Lieblingsplatz Verwaltung?

Zu den beliebtesten Ausbildungen in Deutschland zählt eindeutig die „Kauffrau oder der Kaufmann für Büromanagement“.

Zu dieser Aussage kommt zumindest das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Das BIBB erstellt nämlich jährlich eine Hitliste der beliebtesten Ausbildungsberufe. Nach diesem Ranking liegen die kaufmännischen Ausbildungsberufe (von Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement bis Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel) übrigens auch bei Abiturient*innen seit Jahren auf den ersten Plätzen der Beliebtheitsskala.

Was kommt nach dem Abi? Maries Weg ins Kurhaus am Park.

Auch Marie Alodji, 20 Jahre jung, gehört zu den Abiturient*innen, die sich für eine kaufmännische Ausbildung entschieden haben.

Ihr Weg als Azubine ins Kurhaus am Park hing vom Zufall ab. Von der Ausschreibung der Ausbildungsstelle erfuhr Marie durch Ausbildung.de. Ihre Wahl des Ausbildungsberufes hing von den Ergebnissen eines Kompetenztests ab, den Marie bei der Berufsberatung in Siegburg machte.

Ihr Abitur machte Marie im Sommer dieses Jahres an einer Gesamtschule in Windeck. Wie viele ihrer Mitschüler*innen stellte sich auch Marie die klassische und schwierige Frage, „Was kommt nach dem Abi“? Studieren, erstmal Geld verdienen und reisen oder eine Ausbildung machen …

Interesse zu studieren, hatte Marie schon … Allerdings war sie sich nicht sicher, in welche Richtung sie sich orientieren sollte.

Die Idee erst eine Berufsausbildung zu absolvieren und erst danach zu schauen, ob und was sie studieren möchte, war relativ schnell auch ihr Plan. Die Ergebnisse ihres Kompetenztests bei der Berufsberatung waren für sie erst einmal eine Überraschung.

Für eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement hätte sich Marie ohne den Test wahrscheinlich nicht von allein beworben. Dabei decken sich die Inhalte mit ihren Fähigkeiten und auch mit ihrem Interesse an organisatorischen Prozessen.

Versicherung oder soziale Einrichtung?

Die Vorstellung, dass Azubis im kaufmännischen Bereich eher in der Versicherungsbranche als in der Verwaltung sozialer Einrichtungen tätig sind, hält sich hartnäckig. In der Berufsschulklasse von Marie lernen und arbeiten allerdings viele Auszubildende in der Verwaltung sozialer Einrichtungen. 

Marie ist froh, im Kurhaus gelandet zu sein. Zuvor hatte sie bereits ein Schnupperpraktikum in einem anderen Unternehmen absolviert, dort „passte es aber im Team nicht so gut“. Auf die Frage, ob es sie zunächst „abgeschreckt“ habe in einer Senioreneinrichtung zu lernen, lacht Marie: Ganz im Gegenteil – sie war von Anfang an optimistisch, dass sie es in einer „sozialen Einrichtung mit netten, sozialen Menschen zu tun haben wird". Schaut sie sich in ihrer Klasse um, scheint sie es „tatsächlich gut getroffen“ zu haben…
In den nächsten zwei Jahren wird Marie viel über das Verwaltungswesen lernen. Ihre Aufgaben im Kurhaus bisher?  Marie ist z.B. regelmäßig für die Bargeldausgabe zuständig. Dabei tritt sie in Interaktion mit den Bewohner*innen und verlässt auch mal ihren Schreibtisch bzw. ihren PC. Maries Wünsche? Sie hofft, dass sie noch einiges über Wirtschaft in ihrer Ausbildung lernen wird und möchte in andere Bereiche des Hauses schnuppern, um deren Abläufe kennenzulernen.

Wir wünschen Marie weiter ein gutes Ankommen im Kurhaus!
 

Gut zu wissen:

Start ihrer Ausbildung war der 1. August 2022 – die Ausbildung wird zwei Jahre dauern.

1,5 Tage lernt Marie in der Berufsschule in Siegburg, die restliche Zeit der Woche ist sie im Kurhaus am Park tätig.